weiße rose

sophie, sophie solang ist es her

es kommt mir vor, wie wenn es gestern gewesen wär
du warst so jung, du warst so schön, keiner kann das je verstehn
alle haben sie geschwiegen und tatenlos zugesehn
doch du bist aufgestanden, als die menschen am boden lagen
für die geburt einer neuen freiheit in diesen blutigen tagen
wolltest dein volk befreien, von diesen grässlichen heuchelein
ihm die wahrheit in sein braunes gewissen reinschrein
unbequem und verwegen, dem faschismus entgegen
warst bereit, wenns es sein muß, auch dein leben zu geben
hast gehofft und geweint, hast gekämpft und geliebt,
weil es für dich nur die freiheit und ein freies leben gibt

ich spür den duft der weißen rose, er zieht noch heute übers land
ein zeichen für die freiheit, für kraft und widerstand
spür den duft der weißen rose, er lässt mich fühlen was wirklich zählt
das ist dein traum von freiheit in einer besseren welt
ich spür den duft der weißen rose, ihre blüte und ihr blut
seh dich aufrecht, stark und mutig, unbeugsam bis in den tod
spür den duft der weißen rose, frag mich, wie konnte das geschehn
wie soll so ne kleine blume gegen panzer bestehn

sie haben dich verhaftet, sie schrien das unrecht so laut
hast deinem blutrichter tief in seine verblendeten augen geschaut
er hat dich fertig gemacht, man hat es fertig gebracht
dass dein traum vom freien leben in tausend scherben zerbrach
und auf dem weg ins paradies hat man dir die flügel gestutzt
dich beschimpft, dich verraten und dich mit dreck beschmutzt
doch du bist dir und deinen träumen immer treu geblieben
keine macht dieser welt konnte dich jemals verbiegen
unbequem und verwegen, dem faschismus entgegen
warst bereit alles, wenns sein muss auch dein leben zu geben
hast gehofft und geweint, hast gekämpft und geliebt,
weil es für dich nur die freiheit und ein freies leben gibt

Text und Musik: J.B.G.