wasch deine hände

wer verdammt gibt dir das recht, zu schimpfen und zu hetzen
am stammtisch über volk und vaterland zu schwätzen
dein maul nicht zu halten, fremde menschen denunzieren
auf die herkunft, ihre rasse, ihren glauben reduziern
hier ist man nur willkommen mit einem sack devisen
alle anderen werden ausgegrenzt aus dem land gewiesen
dir ist doch egal, ob da draußen wer verreckt
das hakenkreuz vom rechten eck, das schlägt bei dir am rechten fleck
gehässigkeit und neid sind gepaart mit haß und streit
sind das die inkredienzien unsrer neuen zeit?
trittst auf die am boden liegende, auf fliehende vertriebene
auf die, die trotz aller ablehnung in unsrem land verbliebene

wasch deine hände, wasch wasch sie rein
weißt du wie hart es ist, fremd in diesem land zu sein?
wasch deine hände, wasch wasch sie rein
wie kannst du nur behaupten, etwas besseres zu sein?
wasch deine hände, wasch sie rein
wie kommen die braunen flecken in deine weisse weste rein
wasch wasch deine hände, wasch sie rein

du träumst von ner starken hand, ner neuen diktatur
von harten bandagen und einer christlichen kultur
kannst kultur nicht definieren, nicht mal richtig buchstabieren
glaubst du kannst dich mit dummen phrasen profiliern
nicht jeder dreck, den du verschüttest, nicht jeder zweck heiligt die mittel
der zustrom der jugend ist das was mich erschüttert
bei den billigen parolen, hört man sie grölen, hört man sie johlen
als hätten die migranten ihnen den wohlstand gestohlen
biedermann, saubermann, gibst dich betont liberal
unter deinem weissen mäntelchen trägst du nen braunen schal
und der spiegel an der wand, der ruft auf zum widerstand
sag wer ist die grösste schande in unserem viel gelobten land?

warum die neger aus dem affenland, asyl wollen hier im schlaraffenland
wo sie dann mit drogen dealen, wo unsre kinder fröhlich spielen
die dann vollgestopft mit heroin mit pistolen auf ihre lehrer zielen
wie tarzan, der aus dem urwald kam sich bei uns gleich urlaub nahm

hinter sieben bergen wohnen sieben millionen zwerge
die glauben wohl im ernst, die sind allein auf dieser erde
wir wollen doch ne welt, in der man freiheit leben kann
fangen friede und freiheit nicht bei unseren nächsten an?

Text und Musik: J.B.G.