liebeslied

ich blas den rauch in die weite in die tiefe kalte nacht

spür den wind, der flüstert, wenn er geräusche macht
ein alter baum, der sich bewegt, der keine blätter mehr trägt
als wir uns zum ersten mal sahen, es war als ob die erde bebt
ich weiss genau, wie es begann, es fing doch alles so harmlos an
spazieren gehen, reden über gott und die welt, so viele stunden lang
dann die erste gemeinsame nacht, du wolltest schon schlafen gehn
es war schon spät, es war so kalt und du warst so wunderschön

flieg raus mein täubchen flieg, siehst du den himmel, er ist nicht weit
lass dich mit den wolken treiben, lös die fessel du bist frei
breite die flügel aus und flieg, flieg hinaus in die kalte nacht
und ich werde am fenster stehn, bis dass der tag erwacht
flieg raus mein täubchen flieg, flieg bis dass der morgen kommt
flieg raus so schnell du kannst, ja flieg rauf zum horizont
flieg nicht zu hoch, such dein glück, schau nach vor und nicht zurück
dieses lied wird dich begleiten, ein allerletztes stück

und seither denk ich nur an dich und ich vermisse dich so sehr
und der wind, der weht den duft deiner jugend zu mir her
hab mich verlaufen, ich war gefangen, wollte mein leben neu sortiern
wollte einfach nur bei dir sein, wollte dich doch nicht verliern
es ist vorbei, lass mich gehen, keiner liebt dich so wie ich
die welt sie ist so schön, seh ein königreich für dich
mach das licht aus, wenn du gehest, komm schließe doch die türen
meine tränen und meine träume sollen dich nicht mehr berühren

flieg raus mein täubchen flieg, flieg hinaus in die weite welt
ich hab für dich ein leben in bunten farben bestellt
denk nicht nach, glaub daran, heut fängt deine zukunft an
hab deine liebe doch nur geborgt, hab sie verschwendet und vertan
pass auf der wind mein liebes kind, er dreht sich so geschwind
wie der sturm in dieser nacht und der nebel macht dich blind
du bist jung, du bist schön und der schmerz, der wird vergehn
und irgendwann wirst du's begreifen und irgenswann wirst du's verstehn

Text und Musik: J.B.G.