die destruktive kraft unserer zeit

die welt wie sie gefällt, die kann uns nicht mehr ertragen
treibt die menschen in die kriege, wo sie sich dann erschlagen
sie bereitet uns nur kummer, sie bereitet uns nur leid
sie rafft alles in sich rein, und das mit gier und neid
und sie zündelt mit dem feuer, am linken und rechten rand
bis der hass eskaliert zu nem neuen flächenbrand
und ich hab alles getan, versucht sie aufzuhalten
doch sie schließt uns langsam ein, sie lässt sich nicht ausschalten

die welt wie sie gefällt, sie kann die menschen nicht ertragen
ohne rücksicht auf ressourcen lässt sie uns dem geld nachjagen
und sie hat uns infiziert mit ihrer selbstverlogenheit
es ist die die destruktive kraft unserer zeit
die welt sie ist so schön, doch sie leckt täglich ihre wunden
ausgeblutet, ausgebeutet, ausgezehrt und schwer geschunden
und wir können sie nicht spürn in ihrer selbstverständlichkeit
die destruktive kraft unserer zeit


sie gibt uns keine ziele, gibt uns keine perspektive
keine hoffnung, nur gewalt, keine kraft und keine liebe
lässt familien zerbrechen, sie wirft kinder aus der bahn
die fangen ihr junges leben in der tiefsten gosse an
ohne chance und perspektive jagen sie spritzen in ihr blut
und das gift raubt ihnen kraft und den letzten lebensmut
und sie breitet es nur aus, ihr schmutzig langes kleid
mit dem sie uns erstickt, in aller grausamkeit
sie hüllt städte in rauch und in schwarzen nebel
braune flüsse ziehn vorüber, die stinken nur nach schwefel
die wälder können nicht atmen, geziert mit toten bäumen
die die strassen und die städte mit ihrem gerippe säumen
die gletscher schmelzen zügig und das treibhaus kondensiert
wir verschwenden die natur, bis die erde kollabiert
und das leben verschwindet, lass es uns genießen,
wenn die zeit kommt, uns in unserer höhle verschließen

Text und Musik: J.B.G.