der freiheit entgegen

die straße die ist nass und die sonne die geht auf
der tag beginnt und nimmt seinen gewohnten lauf
meine gedanken sind termiten, die gedanken verbieten
was soll ich denn bloß machen hier in der welt der parasiten
selbst wenn du gegen den strom schwimmst, kommst du auch nicht an die quelle
viele von denen landen mit blaulicht in der zelle
ihr gewissen abgestumpft, wie das eines verbrechers
der nach zwanzig jahren knast immer noch glaubt, dass er recht hat
wie kann man hier nur leben und sich die misstände anschaun
wie kann man nur reden und keinen widerstand aufbaun?
die schultern zu heben und sich abzuwenden
das ist wie briefe zu schreiben und sie nicht abzusenden

ich steh auf und ich lauf soweit die füße mich tragen
über berge über täler kann die enge nicht ertragen
ich will rennen, ich will brennen, will noch einmal richtig leben
ich steh auf lauf mit nackten füßen durch den regen
ich steh auf und flieg rauf soweit die flügel mich tragen
bis zum himmel, zu den sternen, von den wolken raufgetragen
ich will leben, ich will schweben, will noch einmal alles geben
ich steh auf und flieg hinauf, der freiheit entgegen

es war nicht immer leicht, hab mir vieles vorgenommen
an meinem ziel etwas zu ändern bin ich nie angekommen
hab manches zerstört, was man nicht mehr reparieren kann
auch wenn man drüber reden und drüber debattieren kann
stur und getrieben, war zu keiner zeit ein faulpelz
doch im business hast du nur eine chance, wenn du klein beigibst und dein maul hältst
bis das feuer nicht mehr brennt und das gold nicht mehr glänzt
der bunte vogel gleicht ner fetten henne, die um ihr leben rennt
und mit der zeit hab ich verstanden, dass nichts ist wie es scheint
als meine tränen im sand verschwanden, hab sie vor jahren ausgeweint
und ganz knapp vor dem ziel hab ich die fakten abgewogen
hab das urteil gefällt und bin einfach abgebogen

ich zahle und verschwinde, ich war viel zu lange hier
aufgestiegen geschwind wie ein vogel im wind, ich bin am Weg zu dir

Text und Musik: J.B.G.