amok

jeden morgen vor der schule hat er sich zu hause übergeben
er wollte da nicht hingehn, nie mehr in seinem leben
doch er mußte sich befreien, es war für ihn unmöglich
er spürte sein versagen, der druck war unerträglich
die lehrer haben noch versucht seinen willen zu biegen
doch er ist provokant, stur und respektlos geblieben
er hat sie 1000 mal erschossen, mit imaginären pistolen
doch sie ließen ihn die klasse mehrfach wiederholen

er hat aus wut seine freunde, seine lehrer abgeknallt
mit ihrem blut seinen namen an die schulwand gemalt
er hat mit dem mut der verzweiflung das inferno angekündigt
mit der glut in seinem herzen die schule angezündet

zuhause war er stark, der herr über leben und tod
als er mit den waffen seines vaters durch die wälder zog
wenn er am computer saß, da war er der große held
dabei hat er gelernt, dass ein menschenleben nichts zählt
da war die macht in seinen händen, sein wille war gesetz
er fühlte das vergnügen, wenn er andere verletzt
da erwachte das vertrauen in seine eigene kraft
er wusste wenn er wollte, hat er es immer noch geschafft
die sonne schien vom himmel, doch er spürte sie nicht
man erkannte nur hass in den zügen seines gesichts
er betrat seine klasse und schoß einfach drauf los
ohne rücksicht, ohne gnade, hemmungslos
er spürte kein erbarmen, war wie vom teufel geritten
es half kein schreien und kein erklägliches bitten
alle mussten sterben, er hat die kontrolle verlorn
er wollte sie tot sehen, die herrn professoren

Text und Musik: J.B.G.